ITAT - Institut für tiergestützte Ausbildung und Therapie
ITAT - Institut für tiergestützte Ausbildung und Therapie

Zielgruppen und Teilnahmevoraussetzungen

Dieses Weiterbildungsangebot richtet sich primär an Personen, die einen sozialen, therapeutischen, pädagogischen oder pflegerischen Grundberuf haben und die zukünftig professionelle tiergestützte Angebote in ihr Arbeitsfeld integrieren möchten.

Da die Weiterbildung therapeutische und pädagogische Elemente vereint, richtet sie sich sowohl an Personen, die Tiere in ihre Arbeit mit Gruppen vorwiegend gesunder Menschen einbeziehen möchten als auch an Personen, die Tiere bei ihrer Arbeit mit psychisch besonderen, geistig behinderten oder verhaltensauffälligen Einzelpersonen nutzen wollen.

 

Teilnehmen können Personen, die in den Berufsfeldern Therapie, Pädagogik, Prävention, Medizin, Rehabilitation oder Pflege tätig sind.

Oder Personen, die ein (bald) abgeschlossenes Studium in Pädagogik, Psychologie, Psychiatrie, Sozialpädagogik, Sonderpädagogik, Humanmedizin oder ähnlichen Fachrichtungen  nachweisen.

Oder Personen mit einer (bald) abgeschlossenen Ausbildung als Physiotherapeut, Ergotherapeut, Erzieher, Heilerziehungspfleger, psychiatrische Krankenschwester, Altenpfleger oder Sozialarbeiter oder in einem vergleichbaren staatlich anerkannten Ausbildungsberuf.

 

10 % der Teilnahmeplätze stehen auch Bewerbern mit anderen Grundberufen (Quereinsteigern) zur Verfügung. Sie können berücksichtigt werden, wenn sie über genügend praktische Erfahrung in einem pädagogischen, therapeutischen, sozialen oder pflegerischen Arbeitsfeld verfügen. Oder wenn sie sich verpflichten bis zur Mitte der Weiterbildungsdauer (Sept. 2019) ein zusätzliches vierwöchiges Praktikum in einer sozialen Einrichtung (Kindertagesstätte, Behindertenheim, integrativer Kindergarten o. ä.) zu absolvieren. Quereinsteiger mögen bitte einen deutlich höheren zeitlichen Umfang für ihr Selbststudium einplanen,  da grundlegendes psychologisches, pädagogisches oder therapeutisches Wissen Gegenstand der Prüfungen ist.  

 

Außerdem werden mehrere Jahre Erfahrung in Pferdehaltung und Pferdepflege vorausgesetzt sowie reiterliche Grundkenntnisse (sicheres Reiten auf dem Platz und im Gelände in den Grundgangarten in einer beliebigen Reitweise, gerne auch nicht-klassisch). Die reiterliche Kompetenz kann über unterschiedliche Qualifikationen nachgewiesen werden.

Anerkannt werden:

  • Basispass Pferdekunde und ein Reitabzeichen aller etablierter Verbände wie z.B. Geländereiter (VFD), Abzeichen Bronze IPZV, Westernabzeichen 5.
  • Abzeichen von Anbietern alternativer Qualifikationen, u. a. Bronzenes Reit- und Horsemanshipabzeichen© (ITAT), welches Gegenstand dieser Weiterbildung ist. Eine Liste anerkannter alternativer reiterlichen Qualifikationen kann angefordert werden.

Personen mit langjähriger pferdefachlicher Erfahrung und nachweislichen praktischen Qualifikationen, denen das Ablegen eines Reitabzeichens nicht möglich ist, können im Rahmen einer Einzelfallprüfung akzeptiert werden.

 

Reitturniererfolge stellen keine notwendige Voraussetzung dar. Die Kompetenz, Pferde sicher, situationsangemessen und wirkungsvoll in der tiergestützten Arbeit einzusetzen und in jeder Situation vom Boden aus steuern zu können, ist Gegenstand dieser Weiterbildung. Genauso wie das Erlernen einer für besondere Menschen sehr geeigneten nicht mechanischen Reitweise. 

 

Hilfreich ist es außerdem, wenn die Teilnehmer über praktische Erfahrungen im Umgang mit weiteren, in der tiergestützten Arbeit eingesetzten Tierarten, verfügen.

 

 

Die Teilnahme ist auf 16 Teilnehmer begrenzt.

 

Bewerbungs- und Anmeldeunterlagen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet und beantwortet.

 

* Wir werden bisweilen gefragt, weswegen unsere reiterlichen Anforderungen stark von denen anderer Weiterbildungsanbieter abweichen. Hierzu ein paar Bemerkungen:

 

Wir meinen ein Reittherapeut sollte dazu befähigt werden, sein Pferd in den verschiedensten settings (geführtes Reiten, Bodenarbeit, freies Reiten, Einzelarbeit an der Hand u. a.) jederzeit vom Boden aus steuern, kontrollieren und richtig einschätzen zu können. Mechanische Hilfsmittel, die das Pferd in seinen natürlichen Bewegungen behindern (etwa Ausbinder) oder Schmerz zufügen oder ängstigen könnten (etwa Führketten), sollten dabei nicht zum Einsatz kommen. Was der Therapeut erlernen muss, ist wie er das Vertrauen des Pferdes und gleichzeitig seine uneingeschränkte Akzeptanz als Herdenführer gewinnt, eine vom Pferd verstandene Sprache, viel Wissen über Pferde im Allgemeinen und über das eingesetzte Tier im Besonderen. Übungen zum Beziehungs- und Respektaufbau und zur wechselseitigen Verständigung vom Boden aus spielen daher in unserer Weiterbildung eine große Rolle und sie sind Gegenstand einer abzulegenden praktischen Prüfung. Ebenso nehmen neue hippologische Erkenntnisse, um z. B. die therapeutische Welt aus Perspektive des Pferdes begreifen oder um seine psychische und physische Gesundheit sicherstellen zu können, eine große Rolle in unserer Weiterbildung ein.

 

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