ITAT - Institut für tiergestützte Ausbildung und Therapie
ITAT - Institut für tiergestützte Ausbildung und Therapie

Hintergrund und Ziele dieser neuen Weiterbildung

Viele Reittherapeuten und Reitpädagogen empfinden es als sehr wertvoll, wenn sie bei ihrer Arbeit mit Klienten zusätzlich zu Pferden noch weitere Tierarten einsetzen können.

 

Die Gründe hierfür sind vielfältig:

 

 

  • weil Interaktionen mit dem Pferd bei diesem bestimmten Klienten nicht den optimalen Ansatz darstellen, z.B. weil eine traumatisierte Frau leichter zu einem kleineren Wesen Vertrauen aufbauen kann; weil einen Autisten die Kommunikation mit einem Hund weiter bringt; weil das Durchsetzungsvermögen eines gemobbten Kindes besser mit Eseln gefördert werden kann ect.
  • weil medizinische Kontraindikationen vorliegen, die gegen gerittene Interventionen oder bewegungsintensive Interventionen sprechen, z.B. erhebliche Muskelschwäche, ausgeprägte Tierhaarallergie
  • weil für den Klienten kein passendes Pferd vorhanden ist
  • weil die Pferde vorübergehend nicht einsetzbar sind, z.B. nach der Impfung
  • weil sehr widrige Wetterbedingungen vorherrschen (starke Hitze, Sturmböen, frostige Kälte), die man dem Klienten nicht zumuten möchte
  • weil nicht jeder Klient ans Pferd möchte, einige sogar Angst vor so großen Tieren haben

 

Zur Zeit werden übrigens gerade die Potenziale von Nutztieren, z.B. Schafen, Ziegen und Hühnern, entdeckt und haben im Arbeitsfeld TIERGESTÜTZT Hochkonjunktur. Vielleicht auch, weil sie um ein Vielfaches geringere Kosten und Haltungs- und Versorgungsaufwand mit sich bringen als Pferde.

 

Auf diesen Hintergrund und diesen Entwicklungen folgend bieten wir ab 2019 die Doppel-Qualifizierung zum zertifizierten Reittherapeuten/Reitpädagogen und zur zertifizierten Fachkraft für tiergestützte Interventionen an.

 

Diese Weiterbildung richtet sich an Personen, die schwerpunktmäßig mit Pferden und zusätzlich mit weiteren Tierarten arbeiten möchten. Sie werden qualifiziert, außer Pferde auch Heimtiere, speziell Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und Katzen sowie Nutztiere wie Esel, Ziegen, Hühner, Alpakas, Schafe und Rinder professionell und würdevoll in ihre Arbeit zu integrieren.

 

Unsere Ausbildung vereint pädagogische und therapeutische Elemente und Ziele. Beide Bereiche zu trennen und spezialisierte Weiterbildungen anzubieten, erscheint uns wenig sinnvoll, da in der tiergestützten Praxis die Arbeitsfelder von Pädagogen und Therapeuten oft große Überlappungen aufweisen.

 

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